Die Stunde null für ein Spitzenweingut

Denkt man an Spitzenweingüter in Deutschland und aller Welt, so kann man sich kaum vorstellen, dass auch sie einst klein angefangen haben. Vielleicht sogar mit Startschwierigkeiten, Unwägbarkeiten, Herausforderungen. Also, wo kommen sie her, die Spitzenweingüter, die Stars der Szene? Wir haben in der Pfalz ein prädestiniertes Winzerpärchen aufgetan, das alle Voraussetzungen zu erfüllen scheint. Denn erzählt man in der Weinszene, dass Zwei, die jahrelang bei Bürklin-Wolf für die Biodynamie zuständig waren, gemeinsam ein Weingut gründen, sorgt man direkt für Aufsehen. Legt man noch einen drauf und erwähnt, dass sie auf noch weiteren weltbekannten Weingütern gearbeitet haben und Spitzenlagen, wie den Laumersheimer Kirschgarten und den Steinbuckel als Grundlage mitbringen, wird schnell klar: Hier ist Potential für ein Spitzenweingut höchster Güte.

Doch Freya Lichti und Alex Strohschneider stehen noch ganz am Anfang. 2019 war ihr erster Jahrgang unter der eignen Marke: lichti&astroh! Mit gerade mal drei Weinen haben sie die Stunde null eingeläutet und laufen jetzt mit großen Schritten in Richtung Weinwelt. Diese Schritte gehen aktuell noch vom elterlichen Weingut Freyas aus, wo lichti&astroh momentan untergeschlüpft ist. Der Weg geht aber ganz klar hin zur eignen Philosophie ihrer Weine, weit weg vom Mainstream, ganz nah ran an die Natur und ihre Gaben. Ziel ist ein eigenes, biodynamisches Weingut. Alle Weine sollen spontan vergoren werden, Enzyme oder Reinzuchthefen kommen ihnen nicht in den Keller. Es geht um puristisches Weinmachen. Die Weine sollen auch nur ganz leicht geschwefelt und spät gefüllt werden. Die verwendeten Holzfässer werden kaum getoastet damit die feine Frucht der Weine nicht übertönt wird – Freya und Alex wollen auf keinen Fall Kaffee- oder Vanille-Noten in ihren Weinen. Es geht ihnen darum Terroir und Rebsorte authentisch widerzuspiegeln.

Spitzenweingut Lichti

Beim perfekten Lese-Zeitpunkt dreht sich deshalb alles um die Aromatik der Trauben. „Ich bin während dieser Zeit ständig im Weinberg und probiere“, erklärt Alex. „Ob das Lesegut 90 oder 95 Grad hat ist nebensächlich, wichtig sind nur Geschmack sowie Säure und natürlich, dass die Trauben kerngesund sind.“ Und so zurückhaltend und zaghaft das Winzerpaar manchmal auftreten mag, um so gewaltiger und voluminöser sind ihre Bouquets. Keinesfalls so, dass man erschlagen wird, keinesfalls parfümiert und unnatürlich. Komplex, und doch präzise, eben wie eine gelungene Vorspeise: Es macht Lust auf mehr. „Es geht uns um Weine, die die Leute begeistern. Nicht, weil sie nach Banane oder Maracuja duften und schmecken, sondern weil sie die Aromenvielfalt der Natur und des Terroirs perfekt wiedergeben.“, so Freya über ihre Weine. Der Weg zur Biodynamie ist sicherlich noch ein langer, aber die beiden wollen ihn aus Überzeugung gehen, denn sie sind sich ihrer Fähigkeiten und besonders der Fähigkeiten der Natur bewusst und leben den ganzheitlichen Gedanken auch abseits der Reben. Damit ziehen die beiden los. Ohne großes Budget im Hintergrund, dafür mit außergewöhnlichen Weinen und einer Überzeugung, die Natur in die Flasche zu bringen. Entdeckt wurden die beiden Talente bereits von der Talentschmiede für Jungwinzer, VinVenture. Hier wurden ihre Weine von einer renommierten Jury ausgewählt und in das Sortiment mit dem markanten Falter Logo aufgenommen. Die Community dahinter unterstützt und begleitet die beiden Winzer auf ihrem Weg und kommt auch als erste in den Genuss der neuen Weine aus 2020.

Wer sich also zum Hobby-Winzer berufen fühlt und diese beiden Außnahmetalente supporten und begleiten möchte, findet weitere Informationen unter www.vinventure.de/jungwinzer/freya-lichti

Weitere Empfehlungen